Workshop

Gemeinsam stark für die Zukunft

Wie soll sich die IG BCE entwickeln? Wie muss sie sich organisieren, damit sie auch in Zukunft die Interessen ihrer Mitglieder wirkungsvoll vertreten kann? Darum ging es beim Zukunfts-Workshop des Landesbezirks Hessen-Thüringen am 29. Juni in Hofheim im Taunus.

Wolfgang Lenders

Zukunftsworkshop des Landesbezirks Hessen-Thüringen am 29. Juni 2019 Ralf Sikorski stimmte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Arbeit ein.

Rund 70 Mitglieder kamen zu der Veranstaltung und arbeiteten in Gruppen an einer Reihe von Themen, die in ihrer Summe den Kern des Zukunftskonzepts der Gewerkschaft bilden sollen. Den geschäftsführenden Hauptvorstand vertrat Ralf Sikorski bei der Tagung. Er stellte den Weg, den die IG BCE bis zum Zukunftskongress im Herbst geht, vor und ordnete ein, welche Bedeutung der Workshop in diesem Prozess hat.

Wolfgang Lenders

Zukunftsworkshop des Landesbezirks Hessen-Thüringen am 29. Juni 2019 In Gruppen wurden Szenarien entwickelt.
Zurzeit erlebt die Arbeitswelt einen Umbruch. Unter anderem durch Digitalisierung und Industrie 4.0, aber auch zum Beispiel durch die demografische Entwicklung oder Maßnahmen zum Klimaschutz. Die IG BCE will auch weiterhin in der Lage sein, die Interessen der Beschäftigten in ihren Branchen wirkungsvoll zu vertreten und die hohen Standards, die das Ergebnis langjähriger Gewerkschaftsarbeit sind, erhalten. „Wir treiben diesen Prozess voran, weil wir uns die Frage stellen müssen, wie sieht unsere Welt 2030 aus“, sagte Ralf Sikorski. „Was passiert in dieser Welt, was passiert in den Betrieben, wie richten wir die IG BCE dafür aus.“

Peter Schuld, der die Tagung für den Landesbezirk organisiert hat stimmte die Versammelten auf die Arbeit in den Workshops ein: „Es geht darum, neue Ideen zusammenzutragen, vielleicht auch das ein oder andere Best-Practice-Beispiel zu sammeln. Wir müssen gute Beispiele kundtun – vielleicht sind das auch Beispiele, die den Kolleginnen und Kollegen an anderer Stelle helfen können.“

Wolfgang Lenders

Zukunftsworkshop des Landesbezirks Hessen-Thüringen am 29. Juni 2019 Rund 70 Mitglieder kamen zu dem Workshop.
Ausgangslage ist dabei der sogenannten Szenario-Prozess. Hierbei entwickelt die IG BCE verschiedene Szenarien, was möglicherweise innerhalb der nächsten 10 Jahre in ihrem Umfeld passiert, wie die gesellschaftliche politische und wirtschaftliche Entwicklung aussehen könnte. Die Idee ist, dass man dann planen kann, wie die IG BCE reagiert, wenn ein bestimmtes Szenario eintritt.

In moderierten Kleingruppen erarbeiteten die Teilnehmer dann solche Szenarien, wie sie sich die Welt der IG BCE im Jahr 2030 verstellen. Dabei ging es um Themen wie die Erwartungen und die Beteiligung der Mitglieder, die Zusammenarbeit mit anderen DGB-Gewerkschaften, um Mitbestimmung, Sozialpartnerschaft und Tarifpolitik, die Auswirkungen der Digitalisierung, um den Einsatz für den Klimaschutz und die Akzeptanz von Industrie in der Gesellschaft.

Wolfgang Lenders

Zukunftsworkshop des Landesbezirks Hessen-Thüringen am 29. Juni 2019 Die Jugend beim Zukunftsworkshop
Ihre Ziele erreichen kann die IG BCE nur, wenn sie den Rückhalt der Beschäftigten hat; ein entscheidendes Ziel ist daher, möglichst viele Beschäftigte als Mitglieder zu gewinnen und in möglichst allen Betrieben des Organisationsbereichs der IG BCE vertreten zu sein.

In einer zweiten Arbeitsgruppen-Runde ging es daher darum, konkrete Ideen zu entwickeln, wie die IG BCE eine wachsende Organisation sein kann. Themen waren hier die Werbung von Mitgliedern, die Bindung von ihnen an die Organisation, die Ansprache von ganz bestimmten Zielgruppen, die Kommunikation der Gewerkschaft mit ihren Mitgliedern und nach außen, die Zusammenarbeit zwischen Bezirken, Landesbezirken und Hauptverwaltung, die Digitalisierung innerhalb der IG BCE, die Tarifarbeit und die Erschließung von neuen Betrieben für die Gewerkschaft.

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